Arbeitsrecht

Zuletzt aktualisiert am 03.03.2018

Ein großer Teil der Dissertantinnen und Dissertanten sind an der TU Wien für ihre Forschungstätigkeit angestellt. Alle Anstellungsverhältnisse mit der TU Wien unterliegen dem Kollektivvertrag für Universitäten. Es gibt im Wesentlichen drei Varianten der Anstellung für Doktorandinnen und Doktoranden mit unterschiedlichen damit verbundenen Pflichten und Rechten. Dies sind:

Universitätsassistinnen und Universitätsassistenten

Diese werden vom Globalbudget der Universität bezahlt und sind für Forschungsarbeit (auch im Rahmen ihrer Dissertation) und für Lehre angestellt. Außerdem können Sie auch administrative Tätigkeiten übernehmen (z.B.: Prüfungsaufsicht). Zurzeit werden diese von der TU Wien für 25h/Woche angestellt mit einem auf vier Jahre befristeten Vertrag. Weitere Vertragsverlängerungen werden von der TU Wien nicht durchgeführt. Allgemein gilt für Universitätsassistinnen und Universitätsassistenten die Kettenvertragsregel: Der Vertrag darf maximal einmal befristet verlängert werden. Danach gilt das Anstellungsverhältnis als unbefristet. Allerdings ist es möglich nach Ablauf des Vertrags eine befristete Anstellung als Projektassistenin oder Projektassistent zu erhalten.

Projektassistentinnen und Projektassistenten

Diese werden direkt für ein Projekt angestellt, was meist vom FWF, FFG oder einer Firma finanziert wird. Man nennt sie auch Zweit- und Drittmittelangestellte. Sie können nur dann in der Lehre eingesetzt werden, wenn der Doktorand sowie der Projektpartner zustimmen. Die für die Lehre aufgewendeten Stunden werden der Doktorandin/ dem Doktoranden nicht extra vergütet, allerdings gibt es eine Refundierung der geleisteten Stunden an das Projekt. Die Anstellungsdauer und das Anstellungsausmaß schwanken je nach Projekt; der FWF bezahlt beispielweise 30h/Woche für eine Dauer von drei Jahren. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Anstellung über mindestens drei Jahre erfolgt um eine sinnvolle Bearbeitung des Projekts zu gewärhleisten sowie ausreichend Zeit für die Dissertation zur Verfügung zu haben. Für Projektassistenten gilt ein maximales Anstellungsverhältnis von 6 Jahren (bzw. 8 Jahren für Teilzeit) mit befristeten Verträgen. Wird darüber hinaus ein befristeter Vertrag ausgestellt, gilt dieser als unbefristet.

Kollegiatinnen und Kollegiate (Doktoratskollegs)

An der TU WIen gibt es verschiedene Doktoratskollegs, die die Aufgabe haben, Doktorandinnen und Doktoranden auszubilden. Im Rahmen dieser Kollegs wird man meisten zwischen 15h - 30h/Woche angestellt, die für Forschungstätigkeit sowie Fortbildung zur Verfügung steht. In einigen Fällen wird man für weitere Stunden von der TU Wien angestellt, die für Lehrtätigkeit verwendet werden. Der Vertrag läuft über drei Jahre, in Ausnahmefällen ist eine Verlängerung um ein weiteres Jahr möglich. Um ein Dokoratskolleg abzuschließen ist es meist notwendig mehr Lehrveranstaltungen zu absolvieren, als der curriculare Anteil eines Doktoratstudiums vorschreibt.

Gehalt

Laut Kollektivvertrag erhält man bei einer 40h/Woche Anstellung 2.794,60 € brutto (~1905 € netto) pro Monat (Gehaltsgruppe B1, Stand Jänner 2018). Eine Gehaltserhöhung erhält man nach 3 Jahren, wobei Vordienstzeiten angerechnet werden. Das heißt, dass wenn man vor Vertragsabschluss schon als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt war, erhält man die Gehaltserhöhung um eine aliquote Aufrechnung früher. Anstellungen als Studienassistent und Tutor werden von der TU Wien allerdings nicht als Vordienstzeiten angesehen. Weitere Informationen findet man unter Vizerektorat Personal & Gender.