Betreuung und Disseratitionsthema

Zuletzt aktualisiert am 11.02.2016

Du möchtest ein Doktoratsstudium an der TU Wien beginnen? Im Gegensatz zu Bachelor- und Masterstudien, wo man sich zunächst einmal für das Studium einschreibt, empfehlen wir dir, dir als ersten Schritt ein (grobes) Dissertationsthema und eine Betreuerin bzw. einen Betreuer zu suchen.

Das Dissertationsthema

Grundsätzlich gilt: jedes Dissertationsthema muss einem an der TU Wien vertretenen Fach zuordenbar sein. Es ist beispielsweise unmöglich, an der TU Wien eine Dissertation über byzantinische Münzkunde zu schreiben. Auch ist es sehr schwierig, an TU Wien einen Dissertation in klassischer Betriebswirtschaft zu schreiben, weil die TU zwar einen Dr. rer. soc. oec. vergibt es aber keinen Fachbereich Betriebswirtschaft gibt. Diese Regel ist sinnvoll, da du ja einen Betreuer brauchst, der sich mit deinem Thema auskennen soll.

Das Thema der Dissertation ist aus Erfahrung etwas sehr „Organisches“: im Zuge deiner Forschungstätigkeit können sich die Ziele, Methodik und oft ganze Themenkomplexe komplett verschieben. Daher muss am Beginn der Dissertation das endgültige Thema noch nicht bis ins größte Detail feststehen.

Grundsätzlich ist zwischen vorgegebenen Themen und eigenen Themenideen zu unterscheiden.

Vorgegebene Themen

Ausgeschriene Dissertationsstellen findet man

Alternativ zu ausgeschriebenen Stellen kann man die Vorstände der Institute und die Leiterinnen und Leiter der Forschungsgruppen einfach ansprechen und fragen, ob Dissertationsstellen frei sind. Diese Variante ist zwar sehr zeitaufwendig, aber meistens am effektivsten. Die Kontakte zu den Institutsvorständen findet man im TISS.

Eigene Idee

Wenn man eine eigene Idee für ein Dissertationsthema hat, sollte man auf alle Fälle eine Betreuerin oder einen Betreuer finden, die oder der dazu passt. Im TISS sind Institutswebseiten und die Kontakte zu allen Angehörigen der TU Wien zu finden.

Wichtig ist, sich mit der Betreuerin oder dem Betreuer im Vorfeld über Fragen wie Finanzierung und Arbeitsplatz zu einigen.

Die Betreuerin bzw. der Betreuer

Deine Betreuerin oder dein Betreuer ist deine zentrale Ansprechperson in wissenschaftlichen und organisatorischen Fragen deines Doktorats. Eine gute Betreuung ist eine Schlüsselzutat für ein erfolgreiches Doktorat und beinhaltet unter anderem:

  • regelmäßige, idealerweise wöchentliche, Treffen, bei denen dein wissenschaftlicher Fortschritt besprochen wird;
  • deine Einbeziehung in Forschungs- und Lehrtätigkeiten des Betreuers, etwa durch Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen; sowie
  • ein offenes Ohr für Probleme und Feedback zu deinem Doktorat.

Als Betreuerin oder Betreuer können alle Personen mit Lehrbefugnis (Habilitierte oder Berufene – o. Prof.) fungieren. Ist das Dissertationsthema vorgegeben, so ist es meistens auch die Betreuerin oder der Betreuer. Hat man schon eine Idee für ein Dissertationsthema, kann man sich auch eine dazu passende Betreuerin oder einen dazu passenden Betreuer suchen.

Externe Betreuung

Unter externe Betreuung ist die Betreuung der Dissertation durch eine Person, die keine Lehrbefugnis an der TU Wien hat, zu verstehen. Das kann jemand aus einem privatwirtschaftlichen Betrieb, jemand von einer anderen Universität oder von einer Forschungsanstalt sein. Ist eine ausschließlich TU-externe Betreuung geplant, sollte man folgende Punkte bedenken:

  1. Das Thema der Dissertation muss einem an der TU Wien vertretenen Fach zuordenbar sein
  2. Der Studiendekan oder die Studiendekanin genehmigt das Thema und die Betreuung.
  3. Der Studiendekan oder die Studiendekanin bestellt die beiden begutachtenden Personen der Dissertation.

Angesichts der Vielzahl an Forschungsgruppen sollte es kein Problem sein, für fast jede Interessenslage eine Betreuerin oder einen Betreuer zu finden.

Wenn das gewählte Thema an der TU Wien vertreten ist, gibt es in der Regel dort auch potentielle Betreuerinnen und Betreuer dafür. Es ist durchaus sinnvoll eine Betreuerin oder einen Betreuer auch auf der TU Wien zu haben. Dabei sollte man bedenken, dass mehrere Personen die Dissertation betreuen dürfen.