Dissertation und Rigorosum

Zuletzt aktualisiert am 27.11.2018

Was muss eine Dissertation zumindest beinhalten?

Die Form der Dissertation ist nur sehr wenig reguliert. Erforderliche Elemente sind:

  • Deckblatt (hier gibt es keine TU-weite Vorlage, ein Beispiel mit altem Logo)
  • Kurzfassung („abstract“) auf Deutsch und Englisch
  • Eingebundener Lebenslauf
  • Unterschriebene Eidesstattliche Erklärung. Beispiel: „Hiermit erkläre ich an Eides statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe.
  • Evtl. darüber hinausgehende Richtlinien der einzelnen Fakultäten

Gibt es spezielle Layout-Richtlinien für die Dissertation?

Die Form der Dissertation ist nur sehr wenig reguliert:

  • Gebunden
  • Format DIN-A4 (ausgenommen einfaltbare Pläne)

Für den Textkörper gibt es keine TU-einheitlichen Richtlinien, die Gestaltung steht dir also frei. Jedoch können die Dekanate eigene Richtlinien erlassen.

Müssen für einen Abschluss Publikationen nachgewiesen werden?

Formal nein, sofern nicht andere Regelungen z.B. innerhalb eines Doktorandenkollegs bestehen. Die meisten Betreuerinnen und Betreuer erwarten jedoch eine bestimmte Anzahl von Publikationen und werden sich bei Nichterfüllung entsprechen unkooperativ geben.

Ist es möglich, die Dissertation in englischer Sprache zu schreiben?

Ja, wenn deine Betreuerin bzw. dein Betreuer zustimmt.

Vielfach wird dein Betreuer das auch verlangen, insbesondere dann, wenn es im Feld üblich ist.

Gibt es die Möglichkeit eine kumulative Dissertation/Sammeldissertation einzureichen?

Ja, wobei aber einige Dinge zu beachten sind.

Besteht die Gefahr des Selbstplagiats bei einer Dissertation?

Im Prinzip nicht, wobei es aber Einiges zu beachten gibt.

Wie funktioniert die Begutachtung?

Da die Abläufe variieren können, sollte man diese rechtzeitig mit dem zuständigen Dekanat klären. Das Formular mit den Vorschlägen für die Gutachter/innen und den Mitgliedern der Prüfungskommission muss dort auch vorgelegt werden. Die Dissertation muss beim Rigorosum jedenfalls fertig begutachtet sein. Weder bei der Weitergabe der Monographie an einen der Gutachter/innen noch für das Einreichen der Gutachten selber gibt es ein offizielles Prozedere.

Wer begutachtet meine Dissertation?

Die zwei Gutachter/innen werden von dem Studiendekan bzw. der Studiendekanin bestellt. Üblicherweise passiert das nach einem Vorschlag der/des Studierenden und des Betreuers bzw. der Betreuerin. Den gültigen Verordnungstext findet man in den studienrechtlichen Bestimmungen der Satzung bzw. in dem vom Vizerektorat für Lehre ausgegebenen Merkblatt.

Das Studienrechtliche Organ hat die Dissertation mindestens zwei Personen, die nicht Betreuer_innen sind, gemäß Abs. 3 und/oder 4 vorzulegen, welche die Dissertation innerhalb von höchstens vier Monaten mit jeweils einem Gutachten und einer Note zu beurteilen haben. Nach Möglichkeit soll zumindest eine dieser Personen der Technischen Universität Wien und zumindest eine dieser Personen einer anderen Fakultät oder Universität  oder  einer  externen  Forschungseinrichtung  angehören.  Bei interdisziplinären Dissertationen sollen alle beteiligten Disziplinen durch Beurteiler_innen vertreten sein.

Um als Gutachter/in agieren zu dürfen, ist jedenfalls eine Lehrbefugnis (d.h. Habilitation) Voraussetzung.

Welche Mitglieder umfasst die Prüfungskommission?

Die Prüfungskommission wird von dem/der Studiendekan/in bestellt und umfasst drei bis fünf Mitglieder, wobei der/die Betreuer/in grundsätzlich ein Mitglied ist. Nach Möglichkeit sollen die beiden Gutachter/innen der Kommission angehören. Der/die Studierende hat dabei das Vorschlagsrecht. Oft ist auch der/die Studiendekan/in Mitglied der Kommission.

Muss die Dissertation veröffentlicht werden?

Die Dissertation wird in der Universitätsbibliothek der TU Wien sowie in der Österreichischen Nationalbibliothek aufgestellt, allgemein zugänglich gemacht und somit veröffentlicht (Veröffentlichungspflicht nach UG 2002 § 86). Bei Dissertationen mit Verwertungsinteressen kann eine Veröffentlichungssperre von maximal fünf Jahren beantragt werden. Von der Veröffentlichung ist die Erscheinung zu unterscheiden: Damit ist gemeint, dass die Dissertation durch Druck oder ein anderes Vervielfältigungsverfahren in den Verkehr gebracht wird. Die Universitätsbibliothek darf, solange die Dissertation veröffentlicht, aber nicht erschienen oder vergriffen ist, ohne Zustimmung des/der Autors/in für den eigenen Gebrauch einzelne Kopien herstellen. Ebenso dürfen auf Bestellung für den eigenen Gebrauch eines anderen einzelne Kopien hergestellt werden. Ist die Dissertation bereits erschienen und noch nicht vergriffen, darf die Universitätsbibliothek ohne Zustimmung des/der Autors/in für den eigenen Gebrauch oder für den eigenen Gebrauch eines anderen von Teilen der Dissertation einzelne Kopien herstellen (Urheberrechtsgesetz 1936 § 42).