Positionen

Zuletzt aktualisiert am 25.02.2017

Als deine Interessensvertretung setzen wir uns für ein adäquates Umfeld auf der Universität ein. Die Fachschaft Doktorat bezieht aus diesem Grund folgende Positionen:

Anstellungen für Doktorandinnen und Doktoranden

Die Fachschaft Doktorat spricht sich gegen prekäre Dienstverhältnisse für junge Forscherinnen und Forscher aus. Doktorandinnen und Doktoranden müssen die Möglichkeit haben, eine Vollanstellung (40 Stunden pro Woche) inklusive Sozialversicherungsschutz für mindestens 3 Jahre an der Universität zu erhalten.

Integration in die Forschungsgruppe

Doktorandinnen und Doktoranden müssen vollständig in die Forschungsgruppe, in der sie forschen, integriert sein. Die Fachschaft Doktorat ist der Meinung, dass Forschung eine starke soziale Komponente besitzt. Aus diesem Grund muss die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen ein fixer Bestandteil des Doktorats sein. Weiters erachten wir es für wichtig, die gängigen Methoden in dem eigenen Forschungsfeld zu erlernen und Kontakte zu anderen Wissenschafterinnen und Wissenschafter der jeweiligen Community zu knüpfen.

Karriereperspektiven

Die Fachschaft Doktorat spricht sich für bessere und nachhaltigere Karriereperspektiven in der Forschung aus. Das Ersetzen der Kettenverträge durch unbefristete Dienstverträge würde sowohl für junge Forscherinnen und Forscher als auch für Gruppenleiterinnen und -leiter die Karriere- und Personalplanung erleichtern.

Mitsprache

Die Mitsprache von Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern bei der Entwicklung der Universität muss institutionalisiert werden. Die Mitsprache insbesondere in den Kollegialorganen der Universität darf nicht nach dem Anstellungsverhältnis gewichtet werden.

Lehrveranstaltungen

Die Fachschaft Doktorat spricht sich für die Etablierung von Lehrveranstaltungen speziell für Doktorandinnen und Doktoranden aus. Notwendige Fähigkeiten, wie grundlegende Kenntnisse der in Wissenschaftstheorie, in Forschungsmethodik, Forschungsethik, sowie in der Einwerbung von Forschungsgeldern als auch „transferable skills“ müssen fixer Bestandteil des Doktorats sein. Wir erachten Personalweiterbildungskurse hierbei nicht als geeigneten Ersatz, da diese nur von Doktorandinnen und Doktoranden in Anspruch genommen werden können, die an der TU Wien angestellt sind.

Mitwirkung in der Lehre

Die Fachschaft Doktorat spricht sich für eine Mitwirkung in der Lehre seitens so vieler geeigneter Universitätsangehöriger wie nur möglich aus. Doktorandinnen und Doktoranden, die in der Lehre der Universität mitwirken wollen, müssen eine vertraglich gesicherte Möglichkeit dazu erhalten. Gleichzeitig spricht sich die Fachschaft Doktorat gegen den Zwangseinsatz von Doktorandinnen und Doktoranden in der Lehre aus, da bspw. sprachliche Barrieren oftmals eine Hürde für einen Einsatz in der Lehre darstellen. Lehre muss dabei gemäß den Richtlinien des Vizerektors für Lehre beauftragt und finanziell abgegolten werden.

Publikationen

Die Fachschaft Doktorat spricht sich für offen zugängliches Wissen aus („open access“).

Zugang zum Doktoratsstudium an der TU Wien

Die individuelle Beurteilung der fachlichen Eignung bei der Zulassung zu einem Doktoratsstudium durch den Studiendekan (mit oder ohne Auflagen) soll beibehalten werden. Zur Erhöhung der Transparenz fordert die Fachschaft Doktorat allerdings den Aufbau einer anonymisierten Datenbank, welche eine Auflistung etwaiger Auflagen für die Absolventinnen und Absolventen anderer Hochschulen bei einem Beginn eines Doktoratsstudiums an der TU Wien bereitstellt. Als intransparent in ihrer Zusammenstellung wird hingegen die „Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung über das Doktoratsstudium für Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschul-Masterstudiengängen“ angesehen.