Curricularer Anteil

Wie viele ECTS-Punkte müssen in einer Dissertation absolviert werden?

Laut dem aktuellen Studienplan umfasst die Dissertation 180 ECTS Punkte. Von diesen entfallen 162 auf das Verfassen der Arbeit und 18 auf den curricularen Anteil. Die Auswahl der zu absolvierenden Lehrveranstaltungen ist mit dem Betreuer bzw. der Betreuerin zu vereinbaren und muss (am besten im Vorhinein) auch von der/dem zuständigen Studiendekan/in bewilligt werden. Es empfiehlt sich die Auswahl vorher mit beiden Parteien zu besprechen, um etwaige Probleme auszuschließen.

Gibt es Beschränkungen für die auszuwählenden LVAs?

Es gibt einige "harte" Beschränkungen:

  1. Es können keine Lehrveranstaltungen aufgenommen werden, die schon für ein anderes Studium angerechnet wurden.
  2. Die einzelnen Fakultäten haben oft auch zusätzliche Richtlinien für die Auswahl der LVAs.
  3. Doktoratkollegs (DK) haben häufig zusätzliche Richtlinien zur Aufteilung der zu absolvierenden Lehrveranstaltung und verpflichten ihre Teilnehmer häufig auch zu eigenen Lehrveranstaltungen. Durch die zusätzlichen Richtlinien kommt es unter Umständen auch vor, dass insgesamt die 18 ECTS überschritten werden.

Die endgültige Entscheidung über die Auswahl der Lehrveranstaltungen trifft der/die Studiendekan/in.

Zählt das Privatissimum zu den 18 ECTS-Punkten der wissenschaftlichen Vertiefung?

Die Genehmigung der Lehrveranstaltungen ist Sache des/r Studiendekans/in, wobei es zu jedem Studium eigene Richtlinien für deren Auswahl gibt. Die jeweilien Richtlinien können auch auf den Internetseiten der jeweiligen Fakultäten/Studiendekanante nachgelesen werden.

Können auch schon absolvierte Lehrveranstaltungen in den Katalog aufgenommen werden?

Ja, solange diese nicht schon für den Abschluss eines anderen Studiums verwendet wurden.

Dies ist allerdings keine „harte“ Einschränkung, da sie so weder im Universitätsgesetz, der Satzung der TU noch dem Studienplan Doktorat normiert ist. Der einschlägige §78 Abs. 1 UG verbietet lediglich die transitive Anrechnung (die Anrechnung eines angerechneten Zeugnisses) sowie einen „Prüfungstourismus“ mit Pflichtvorlesungen [Perthold-Stoitzner 2014]. Das VwGH-Erkenntnis 2010/10/0046 verlangt außerdem einen „ähnlichen Schwierigkeitsgrad“ für die Anrechnung – daraus lässt sich ein Verbot der vertikalen Anrechnung (die Anrechnung von Master-Pflichtlehrveranstaltungen für das Doktorat im selben Fachbereich) konstruieren. Im Prinzip entscheidet daher die Studiendekanin oder der Studiendekan von Fall zu Fall.